Dienstag, 27. Oktober 2009

Bekenntnis eines Googlenutzers


Wer mich kennt, der weiß - ich respektiere nicht nur Datenschutz, sondern "lebe" diesen auch aktiv aus, wenn es um die Verteilung meiner persönlichen Daten geht.

Google steht diesbezüglich immer wieder einmal in der Kritik. In der Presse und der Öffentlichkeit wird dieser Anbieter mit einer zentralen "Datenkrake" verglichen. Was für Daten Google speichert, wie lange die Daten gespeichert und wie die Daten verknüpft werden, wissen übrigens die wenigsten Teilnehmer. Aber das Google "Böse" ist, das weiß irgendwie jeder (das stand ja auch schon oft genug auf den Titelseiten der Springerpresse...)

Ich gestehe - Ich benutze die Google-Dienste. Und zwar nicht selten, sondern eher regelmäßig. Was mir jetzt so auf die Schnelle einfällt:

  • zentrales E-Mail-Postfach (via POP3-Sammeldienst)
  • Adressbuch
  • Kalender in Verbindung mit Google Maps
  • Aufgabenliste
  • Notizbuch
  • Bookmarkverwaltung
  • RSS lesen
  • Blog
  • Online-Fotoalbum

Das Ganze via iPhone, Browser und diverser Browser-Add-Ons (z.B. GMarks und "Google Notizbuch" für Firefox). Vielleicht installiere ich mir sogar mal irgendwann Chrome oder den Google Desktop.

Ich bin mir durchaus bewußt, dass ich einem Anbieter mein "digitales Leben" offeriere. Auch bin ich mir bewußt, dass es für jede Anwendung irgendetwas gibt, was das besser kann als das Google-Pendant.

Aber in der heutigen Zeit, wo man an diversen Standorten arbeitet, mal zu Hause und mal bei Freunden und gelegentlich auch im Urlaub ist und auch unterwegs einmal jemanden anrufen möchte, führt über kurz oder lang kein Weg daran vorbei, das "irgendwie alles" zu zentralisieren.

Somit gibt es zwei Möglichkeiten: Ich verteile mich komplett im Internet auf zig verschiedenen Plattformen. Oder ich nutze eben einen einzelnen Anbieter und habe somit den Vorteil, dass ich auch nur einen Anbieter "beobachten" muss (z.B. in Sachen Datenschutz) und alles irgendwie miteinander verknüpfen und kombinieren kann. Auch verspüre ich keine Lust, mir zahlreiche "richtig gute" Kennwörter auszudenken, diese auswendig zu lernen und regelmäßig zu ändern. Wer seit 5 Jahren immer den gleichen Benutzernamen und das gleiche Kennwort bei verschiedenen Diensten benutzt, darf sich jetzt gerne an die Nase fassen.

Demnächst läuft mein iPhone-Vertrag aus. Ich behaupte mal, wenn ich mir dann ein neues "Spielzeug" in Form eines Android-Gerätes hole, muss ich maximal 5 Minuten über den Import meiner Daten nachdenken. Wenn überhaupt.

Achja - eigene Serverdienste basteln geht natürlich auch. Es soll allerdings auch Leute geben, die nicht zu 100% ausgelastet sind...

1 Kommentar:

  1. Hallo Joerg!

    Dachte ich es mir doch, als ich das alles von der EWE gelesen habe. Bin durch Zufall auf Deine Seite gestossen.
    Ich hatte das Problem mit dem iPhone zu senden - Lösung smtps. Jetzt funzt es.
    Ich bin der Martin - damals noch im Linuxstammtisch -


    Über denic kam ich dann auf Dich. :(

    Man ist halt gläsern.

    Gruß

    Martin

    mac.userewetel.net

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